Der Eurovision-Song-Contest

Der ESC, früher auch Grand Prix Eurovision de la Chanson, genannte Wettbewerb ist seit dem Jahr 1956 ein fester Bestandteil der Musikszene. Die Veranstaltung kam bereits 63-mal zur Austragung. Erfolgreichste Nation ist dabei Irland mit sieben Siegen, davon dreimal in Folge von 1992 bis 1994.

Entwicklung

Die Mitgliedsstaaten der EBU, der Europäischen Rundfunkunion, entsenden seit 1957 jeweils ein Lied zu diesem Wettbewerb, der im Normalfall von dem Land ausgetragen wird, das den Wettbewerb im Vorjahr gewonnen hat. Aber nicht nur die europäischen Staaten sind teilnahmeberechtigt, sondern auch einige Staaten Nordafrikas und Westasiens. Aufgrund der großen Beliebtheit der Veranstaltung im fernen Australien darf seit 2015 auch aus Down Under ein Lied vertreten sein.

Die bekanntesten Sänger oder Gruppen, die diesen Musikwettbewerb gewinnen konnten und die Veranstaltung als Sprungbrett für ihre anschließende große Karriere nutzen konnten, waren Udo Jürgens aus Österreich 1966 mit Merci Chérie und ABBA aus Schweden mit Waterloo 1974.

Vorentscheidungen auf nationaler Ebene

Jedes EBU-Mitgliedsland ist grundsätzlich startberechtigt, aber einige Länder verzichten darauf, andere nehmen nur selten teil. Die Gründe dafür sind finanzieller oder auch politischer Art. Je nach Anzahl der Interpreten, die sich national beworben haben, werden Vorentscheidungen ausgetragen, bis es zum Finale um die eigentliche Teilnahme kommt. Die Entscheidung wird in den meisten Ländern durch eine Jury und das Publikum getroffen.

Austragungsmodus

Die Teilnehmerzahl ist auf 46 begrenzt und 26 davon bestreiten das Finale. Für die Qualifikation dafür werden Halbfinals in den Tagen zuvor ausgetragen. Fünf Teilnehmer sind, da sie hohe finanzielle Beiträge aufbringen, automatisch qualifiziert. Dazu zählen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien.

Der Siegertitel wird im schon legendär gewordenen “douze points”-Verfahren vergeben. Jedes Land vergibt dabei Punkte an zehn andere Länder, jedoch nicht an das eigene Land. Das bestplatzierte Land erhält dabei die zwölf Punkte. Dazu kommen die Punkte aus dem Televoting des Publikums und daraus errechnet sich der Sieger, die Siegerin oder die auftretende Gruppe.